Obstsorten bestimmen lassen

Wächst in Ihrem Garten ein Obstbaum, dessen Sorte Sie nicht kennen? Gerne bestimmen unsere Experten Ihre Sorte.

Um eine Frucht sicher einer bestimmten Sorte zuweisen zu können, braucht es viel Fachwissen. Ist der Stiel lang, die Kelchgrube tief, die Deckfarbe weinrot, das Fleisch mehlig oder der Geschmack säuerlich? Alle Faktoren spielen eine Rolle.

Wir bieten einerseits jeweils im Herbst Kurse an, in denen wir vermitteln, worauf man bei der Sortenbestimmung achten muss (siehe Kalender), Sie können Ihre Früchte aber auch einem unserer Experten zur Bestimmung einschicken.

Bitte beachten Sie:
Um Ihre Sorte bestimmen zu lassen, schicken Sie bitte mehrere Früchte dieser Sorte mit Stiel an einen unserer Pomologen:

  • Äpfel und Birnen: 4-5 Früchte
  • Pflaumen, Zwetschgen, Reineclauden und andere Steinobstarten: 10-12 Früchte

Die Früchte müssen:

  • pflückreif, aber noch transportfähig sein
  • einer typischen Frucht Ihres Baumes entsprechen

Verpacken Sie die Früchte gut, z.B. in Papiertüten (kein Zeitungspapier). Möchten Sie mehrere Sorten bestimmt haben, verwenden Sie je Sorte separate Tüten und nummerieren Sie diese eindeutig. Polstern Sie das Paket gut.

Achtung: Zusätzlich zu den Früchten gehört ins Paket zwingend das ausgefüllte Sortenbestimmungsformular (siehe PDFs auf dieser Seite), worauf Sie alles, was Sie über den Baum wissen, notieren.

Kosten
CHF 30.–/Sorte. Bitte legen Sie den Betrag dem Paket direkt bei. Die Kosten fallen auch an, wenn die Sorte nicht eindeutig bestimmt werden kann (es kann bspw. sein, dass Ihr Baum ein Sämling ist, der keiner Sorte eindeutig zugewiesen werden kann).


Adressen unserer Obstexperten
Für Äpfel und Birnen der Deutschschweiz:
Hansjakob Zwingli, Mühlebachstrasse 35, 9230 Flawil, 071 393 48 20, zwinglihj(at)bluewin.ch

Für Pflaumen, Zwetschgen:
Tobias Torri, Postfach 32, Weidli 1043, 9604 Lütisburg, 071 925 31 70, tobias.torri(at)bluewin.ch

Achtung Ferienzeit
Wenn Sie sicher sein wollen, dass Ihre Früchte nicht vor verschlossener Tür landen, kontaktieren Sie den Obstexperten jeweils vorab per Mail.


Molekulargenetische Analyse über ProSpecieRara – ein weiteres Angebot für die Sortenbestimmung

Seltene Obstsorten sind auf dem klassischen Weg nicht immer zuverlässig zu bestimmen. Sie können daher Ihre Obstsorten auch auf dem Weg der genetischen Analyse anhand von Blattproben bestimmen lassen.

Bei einer molekulargenetischen Sortenprüfung kann eine Sorte nur dann bestimmt werden, wenn das genetische Profil bereits in der Referenzdatenbank vorhanden ist. In dieser Datenbank sind hunderte von Sorten abgelegt und die Chance einer Übereinstimmung ist deshalb gross. Die Analysen werden von der Firma Microsynth ecogenics GmbH www.ecogenics.ch durchgeführt.

Folgende Obstarten können derzeit analysiert werden:

  • Apfel
  • Birne
  • Kirsche
  • Pflaume
  • Quitte
  • Pfirsich

Wie Sie konkret vorgehen müssen, um Ihre unbekannte Obstsorte molekulargenetisch bestimmen zu lassen:

  1. Pro Sorte zwei eher junge (so möglich) Blätter aus dem Kronenbereich nehmen. Keine Blätter von Stamm- oder Wurzelausschlägen. Probenahme nicht bei Regenwetter, da die Blätter trocken sein sollten.
  2. Blätter in ein separates angeschriebenes Couvert (Obstart, Baumnummer/Lokalisierung, vermutete Sorte) legen und verschliessen.
  3. Das Begleitformular ausfüllen und an das Couvert mit der passenden Probe heften. Für jede Sorte gibt es ein separates Couvert und ein dazugehörendes Begleitformular. 
  4. Gleichentags per A-Post senden an: Molekproben ProSpecieRara, c/o Gertrud Burger, Kirchweg 9, 5423 Freienwil. Kein Versand übers Wochenende, da die Proben liegen bleiben und vertrocknen könnten.
  5. Wir frieren die Proben ein und leiten sie zweimal jährlich ans Labor weiter. Ihre Proben sollten daher entweder bis am 1. Juni oder bis am 1. September bei uns eintreffen.
  6. Die Resultate erfahren Sie jeweils gegen Ende des Jahres von uns.

Kosten
Pro eingeschickte Blattprobe werden Fr. 50.- verrechnet. Sie erhalten die Rechnung zusammen mit dem Resultat für die Analyse. Falls eine Sorte nicht eindeutig identifiziert werden kann, fallen die Gebühren trotzdem an.